In Würde
zu sich stehen.
IWS ist ein Gruppenprogramm für Menschen mit psychischen Erkrankungen, das bei Offenlegungsentscheidungen unterstützt — und wirksam der Stigmatisierung psychischer Erkrankungen in unserer Gesellschaft entgegenwirkt.






Offenlegen — aber mit Würde und nach eigenen Regeln
Das Seminar „In Würde zu sich stehen“ (IWS) unterstützt Menschen mit psychischen Erkrankungen bei der Entscheidung, ob, wann und wem gegenüber sie sich offenlegen möchten. Gleichzeitig entfaltet das Programm eine hohe Wirksamkeit bei der Überwindung der Stigmatisierung psychischer Erkrankungen.
4 Zoom-Gruppensitzungen à 2 Stunden
Die Sitzungen finden im Wochenabstand statt. Nach einer Stunde gibt es jeweils eine 10-minütige Pause.
Seminarhandbuch als PDF
Teilnehmer:innen erhalten vor Seminarbeginn ein Seminarhandbuch. Die jeweils benötigten Arbeitsblätter werden rechtzeitig per E-Mail bekannt gegeben.
Wöchentlicher Rhythmus
Vor jedem Termin drucken Sie die Übungsblätter aus — so arbeiten wir strukturiert und in Ihrem Tempo.
Bezahlung auf Spendenbasis
Value4Value: Geben Sie, was Sie geben können und was es Ihnen wert ist.
Wissenschaftlich fundiert & evaluiert
Das Programm beruht auf den Arbeiten von Patrick W. Corrigan und Kolleg:innen und wurde von Nicolas Rüsch und Kolleg:innen (Universität Ulm) ins Deutsche übertragen. Seine Wirksamkeit wurde wissenschaftlich nachgewiesen.
Buch: „Das Stigma psychischer Erkrankung“In Gedenken an Pat Corrigan
Wir trauern um unseren Freund und Kollegen Pat Corrigan, der am 11.01.2026 viel zu früh verstorben ist. Rest in Peace.
Aktuelle Seminare & Vorträge
Das nächste IWS-Online-Seminar startet im Herbst 2026. Tragen Sie sich unverbindlich in die Interessentenliste ein — wir informieren Sie über alle zukünftigen Termine.
IWS-Online-Seminar · Herbst 2026
4 Termine: 29.10., 5.11.,12.11. und 19.11., jeweils 14 bis 16 Uhr via Zoom. Nach einer Stunde gibt es eine 10-minütige Pause. Das Seminarhandbuch erhalten Sie vorab als PDF.
Aktuelle Vorträge
Zur Zeit sind keine Vorträge geplant.
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Anfrage senden16 vergangene Seminare
2019 — 2025 · Präsenz & ZoomVergangene Vorträge
- 21.06.2021Info-Vortrag mit Austausch zum Seminar IWS auf einer Veranstaltung des Selbsthilfe-Freizeitwerkes e.V. in Zinnowitz
- 15.10.2021Vortrag im Rahmen der 6. KölnBonner Woche der Seelischen Gesundheit
- 11.11.2021Vortrag vor dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e.V. in Hilden (via Zoom)
- 01.02.2022Vorstellung von IWS in der VHS Köln Mühlheim
- 08.04.2022Einführung in das Seminar IWS im Leitungsgremium des Verbunds für Psychosoziale Dienstleistungen gGmbH, Mettmann
- 02.08.2022Vortrag am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim über den eigenen Genesungsweg und Erfahrungen mit Kliniken des Bad Herrenalber Modells — gemeinsam mit Rolf Krause, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Ein Netzwerk, das trägt
Rund um das Seminar ist ein lebendiges Ökosystem aus Gruppen und Formaten entstanden — von der Selbsthilfegruppe bis zum Peer-Netzwerk für Fachkräfte.
Peer-NetzwerkKEP — Krisenerfahrene Profis
Gegründet im Oktober 2022: Menschen, die im psychotherapeutischen und sozialpsychiatrischen Hilfebereich arbeiten und selbst von psychischen Krisen betroffen waren oder sind. Inspiriert von der britischen Initiative in2gr8mentalhealth und vom Seminar IWS.
Monatliche, zweistündige Zoom-Treffen mit fachlichem Input und Erfahrungsaustausch — gegen (Selbst-)Stigma und strukturelle Diskriminierung. Berichtet wurde über die Gruppe in der Psychosozialen Umschau 2/2023.
Selbsthilfegruppe IWS
Von ehemaligen Teilnehmer:innen des Seminars gegründet (seit 30.03.2022). Hier kann der im Seminar begonnene Weg fortgesetzt und vertieft werden — mittwochs alle 14 Tage, 18 bis 20 Uhr als Zoom-Meeting. Empfohlen wird die vorherige Teilnahme am Seminar IWS.
SHG anfragenIntervisionsgruppe IWS
Aus dem Seminar zur Ausbildung von Peer-Seminarleiter:innen (September 2021, Universität Ulm, Prof. Dr. Nicolas Rüsch) entstanden: eine Intervisionsgruppe, die sich regelmäßig via Zoom trifft und gegenseitig unterstützt.
Aufnahme anfragenIWS kink
Eine neue Form des Offenlegungsseminars für Menschen, die Schwierigkeiten haben und unter Selbst-Stigmatisierung leiden, ihre kinky-Identität gegenüber potenziellen Partner:innen offenzulegen.
Interesse anmeldenFür (sozial)psychiatrische Einrichtungen
Sie möchten das Seminar für Ihre Einrichtung buchen oder eine Peer-Keynote zu den Themen Offenlegung, Stigma und Recovery anfragen? Ich komme gern — auch via Zoom.
Jetzt anfragenThomas Richter — Diplom-Psychologe mit eigener Erfahrung
Ich bin 62 Jahre alt und kenne psychische Erkrankung von beiden Seiten: als Fachmann — und als Betroffener. Aus dieser Doppelperspektive setze ich mich heute für die Überwindung des Stigmas psychischer Erkrankung ein.
Studium & Forschung
Diplom-Psychologe, Abschluss in Sozialpsychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Arbeit in der sozialpsychologischen Forschung im Graduiertenkolleg für Kognitionswissenschaften und am DFKI Saarbrücken.
International
Mehrere Forschungsaufenthalte in Australien (UNSW) und den USA (UC Berkeley).
Innovatives Pilotprojekt
Virtuelle Selbsthilfegruppe für Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1 an der Universitäts-Kinderklinik Erlangen.
Softwareentwicklung
Tätigkeit in mehreren Start-Ups — immer wieder beeinträchtigt durch Depressionen und Angststörungen, initial ausgelöst durch einen Schicksalsschlag in der Familie.
Eigene Erkrankung
Wiederholte Behandlungen in psychosomatischen und psychiatrischen Einrichtungen. Er weiß, wie sich Depression und Angststörung auch „von innen“ anfühlen.
Recovery & Selbsthilfe
Die Kraft von Recovery in Selbsthilfegruppen des 12-Schritte-Programms kennengelernt: alle auf Augenhöhe, ein starker Spirit — ganz ohne Profis.
Heute
Engagement für die Überwindung des Stigmas psychischer Erkrankung und das Seminar „In Würde zu sich stehen“ für Betroffene.
„Ich weiß, wie sich Depression und Angststörung auch von innen anfühlen. In den anonymen Gruppen ist ein starker Spirit — alle sind auf Augenhöhe, ganz ohne Profis.“
Herzensprojekt 2016
Den amerikanischen Dokumentarfilm „The Anonymous People“ von Greg Williams über die Sucht-Recovery-Bewegung mit deutschen Untertiteln versehen und zur Deutschland-Premiere auf dem Pfingsttreffen des Förderkreises für Ganzheitsmedizin e.V. in Bad Herrenalb gezeigt.
Mitgliedschaften & Engagement
- Betroffenenbeirat des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, Mannheim (seit 2021)
- Selbsthilfe-Freizeitwerk e.V.
- Forum Herrenalber Modell e.V.
- Kölner Verein für Rehabilitation e.V.
- in2gr8 research group (seit November 2021)
TLC — sechs Bausteine für seelische Gesundheit
„Therapeutic Lifestyle Changes“ ist ein evidenzbasierter Behandlungsansatz, bekannt geworden durch die Arbeitsgruppe von Dr. Stephen Ilardi (Universität Kansas). Grundidee: Unser moderner Lebensstil weicht stark von dem ab, wie Menschen evolutionär über Hunderttausende Jahre gelebt haben — und genau diese Abweichung ist ein wichtiger Risikofaktor für Depressionen.
Wirksamkeit
Klinische Studien (u. a. von Ilardi) zeigen: TLC kann bei leichten bis mittelschweren Depressionen ähnlich wirksam oder sogar wirksamer sein als Medikamente oder Psychotherapie allein — bei praktisch keinen Nebenwirkungen. Viele Fachkräfte setzen TLC ergänzend oder als erste Maßnahme ein.
Bewegung / Sport
Mindestens 30–60 Minuten moderate bis intensive körperliche Aktivität an den meisten Tagen — am besten draußen. Bewegung ist eines der stärksten natürlichen Antidepressiva.
Sonnenlicht / Tageslicht
Täglich mindestens 20–30 Minuten helles Tageslicht (idealerweise morgens), um den circadianen Rhythmus und die Vitamin-D-Produktion zu regulieren.
Soziale Interaktion
Regelmäßiger, echter zwischenmenschlicher Kontakt — nicht nur online. Einsamkeit ist ein massiver Risikofaktor für Depressionen.
Gesunder Schlaf
7–9 Stunden qualitativ hochwertiger Schlaf pro Nacht, regelmäßige Schlafzeiten und gute Schlafhygiene.
Omega-3-Fettsäuren
Ausreichende Zufuhr — vor allem EPA und DHA aus Fisch oder Algenöl. Studien zeigen antidepressive und entzündungshemmende Wirkung.
Gesunde Ernährung
Mediterrane oder antientzündliche Ernährung, wenig Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel.
Persönliche Einblicke & Erfahrungsberichte
In einer fünfteiligen Serie beschreibe ich meinen persönlichen Genesungsweg und meine Erfahrungen mit Kliniken des Bad Herrenalber Modells.
Mein persönlicher Genesungsweg und das Bad Herrenalber Modell
Eine ehrliche Serie über Krisen, Klinikaufenthalte und den Weg zurück ins Leben — veröffentlicht am 28.08.2022.
- 01Genesungsweg & Bad Herrenalber Modell — Teil 1Veröffentlicht: 28.08.2022
- 02Genesungsweg & Bad Herrenalber Modell — Teil 2Veröffentlicht: 28.08.2022
- 03Genesungsweg & Bad Herrenalber Modell — Teil 3Veröffentlicht: 28.08.2022
- 04Genesungsweg & Bad Herrenalber Modell — Teil 4Veröffentlicht: 28.08.2022
- 05Genesungsweg & Bad Herrenalber Modell — Teil 5Veröffentlicht: 28.08.2022